Sapere aude!                                                                                                                                               Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!– forderte der Philosoph Immanuel Kant vor mehr als 200 Jahren. Er hatte etwas viel von uns verlangt, aber  ein wenig  sollten  wir   ihm schon  entgegenkommen. Jeder auf seine Weise. Hier die meine.
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... zu Berge nicht unbedingt nötig, die Berge sind auch später noch da, und die Pflanzen und Tiere ebenso. Die meisten von den hier vorgestellten biologischen Kreationen kommen in den etwas tieferen Regionen der Hochgebirge vor, oft auch in den Mittelgebirgen Zentraleuropas. In Deutschland und drumherum gibt es genug von diesen Landschaften. Hier ein paar Häppchen aus dem Böhmerwald, den österreichischen Alpen (Kirchberg, Tirol) und den Schweizer Alpen (Säntis-Gebiet).  

a Klatovy (Klattau), Marktplatz mit Schwarzem Turm und barocker Jesuitenkirche. Von Pilsen kommend, ist es nicht mehr weit, und der Böhmer Wald (Sumava) umgibt einen.

b Von jenseits der Straße winkt die Österreichische Gamswurz (Doronicum austriacum).

c Das intensive Leuchten des Orangeroten Habichtskrauts (Hieracium aurantiacum) lässt einen den WachtelweizenScheckenfalter (Melithaea althaea) leicht übersehen.  

d Sumpfige Wiese mit dem Wollgras Eriophorum vaginatum. Nähe Modrava.  


a Latschenkiefern im Hochmoor oberhalb von Modrava.

b Die Kleine Moorjungfer (Leucorrhina dubia) ist hier zu Hause.

c Natur-Kitsch, oder?  

d Und dann die Lesebrille aufgesetzt und eine Wolfsspinne mit Kokon. Welche Art es ist, habe ich nicht herausgekriegt.   


a Das Fleischrote Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata) blüht in den Grasfluren und an Wegrändern. Typisch die Schlingenzeichnung auf der Unterlippe.

b Cicerbita alpina, der Alpen-Milchlattich. Eigentlich alpin, aber wie hier im Böhmerwald ist er als Eiszeitrelikt auch in den höheren Lagen der Mittelgebirge zu Hause.

c Oh, du schöner Böhmerwald da droben, wer hat dich so zugerichtet?! Der Borkenkäfer war's.  

d Zwei Blattwespen (Allantus viennensis?). In einer Blüte des Sumpf-Storchschnabels (Geranium palustre) ist es doch ziemlich ungemütlich, oder?   


a Der Säntis, 2500 m hoch, zwischen Zürcher und Bodensee. Blick in Richtung Süden. Im April ist noch alles verschneit.

b Zu Säntis' Füßen bunte Wiesen.

c Hier vor allem der Zottige Klappertopf Rhinanthus alectorolophus (gelb).  

d Von Alpendohlen (Pyrrhocorax graculus) gab es eine ganze Schar, diese aber war am fotogensten.   


a Nach dem Winter noch ganz schüchtern: die Weiße Pestwurz (Petasites albus) und die Frühlings-Schlüsselblume (Primula veris).

b Eine andere Primel, für den Flachländer eine Besonderheit: Primula farinosa, die Mehl-Primel.

c Trollius europaeus, die Trollblume, in Deutschland weit verbreitet (selbst an der Küste zu finden), aber selten zu sehen. Am Säntis bestandsbildend.  

d Das Zweiblütige Veilchen (Viola biflora) hingegen braucht Bergeshöhe. Die findet sie auch in unseren Mittelgebirgen, dort aber macht es sich ziemlich rar.   

a Tirol, oberhalb Kirchberg.

b Typisch Alpenkuh: hochgebundener Schwanz!

c Und so sieht der Kuhstall von vorne aus. Hier wohnen wir. Blick aus dem Fenster.  

d Ein Hagelsturm war's gewesen, und vergoldet lässt er die Landschaft zurück. Am nächsten Morgen Windgeschwindigkeit Null. Die Wolken freut es, sie bleiben bis zum Mittag.   


a Später dann rauscht der Wind, rauscht der Bach und rauscht der Almenrausch korrekter: die Bewimperte Alpenrose, Rhododendron hirsutum. Und die rauschte überhaupt nicht.

b Es gibt Menschen, die haben einfach Glück. Dieser hier zum Beispiel. Ist ihm doch eine Saperda charcharias (Großer Pappelbock) glatt auf dem Bauch gelandet!

c Auch so was dürfte selten sein, nämlich dass einem ein Kernbeißer-Junges direkt auf die Hand fliegt.  

d Sehr unscheinbar und doch eine Orchidee: das Weißzüngel, Pseudorchis albida.  

 

a Mit fast 2 cm Körperlänge schreitet die größte mitteleuropäische Rüsselkäfer-Art über den Weg: Liparus glabirostris.

b Dactylorhiza ochroleuca, das Hellgelbe Knabenkraut, sieht so ganz anders aus als das Fleischrote Knabenkraut (Block 3), ist aber nur eine Varietät dieser Art.

c Lauter Arnika da hüpft das Herz der Naturheilfreunde, selbst wenn die Pflanze oft Allergien verursacht. Man stelle sich vor, die Allergie würde durch eine gentechnisch veränderte Pflanze ausgelöst igitt! Überhaupt ist Natur alles andere als ungefährlich. Vielleicht sollte man sie besser verbieten. Zumindest für bedenklich erklären, kennzeichnungspflichtig machen und dementsprechend vor natürlichen Verunreinigungen warnen.  

d Ebenfalls reine Natur, glücklicherweise aber überhaupt nicht gefährlich: Saxifraga rotundifolia, der Rundblättrige Steinbrech. Und die roten Punkte auf den Blütenblättern neckisch. Wozu eigentlich? Geheime Botschaften? Oder vielleicht das Werk böser Gentechniker? Hat überhaupt schon mal jemand von Schäden durch Gentechnik gehört k o n k r e t ?   


a Eine Lärche geriert sich als Riesen-Bonsai.

b Juli schon, aber noch hat der Frühlings-Enzian (Gentiana verna) seine Chance.

c Kitzbühel, auch das ist Tirol.  

d "Jo, do schau mer moal!", würde es bei ihren bayerischen Mitkühen heißen.   

 
 
 
 
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