Sapere aude!                                                                                                                                               Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!– forderte der Philosoph Immanuel Kant vor mehr als 200 Jahren. Er hatte etwas viel von uns verlangt, aber  ein wenig  sollten  wir   ihm schon  entgegenkommen. Jeder auf seine Weise. Hier die meine.
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Das Hochland (Tableland) westlich von Cairns hat seinen eigenen Reiz. Durchschnittlich 800 bis 1000 Meter hoch, ähnelt es über weite Strecken hin den lieblichen Berglandschaften in Bayern oder dem Erzgebirge. Aber eben nur "ähnelt". Wenn man näher hinschaut, sieht man denn doch große Unterschiede, die sowohl die Pflanzen- als auch die Tierwelt betreffen.  


a Deutsches Mittelgebirge, so scheint es. Aber nicht Weiden säumen die Bäche, nicht Eichen noch Buchen schmücken die Hügel, sondern Eukalypten und Akazien.

b Anstelle von Mais oder Kartoffeln, Tee so weit das Auge blickt.

c Sehr häufig zu sehen: die Drosselstelze (Grallina cyanoleuca).   

d Welche Pracht auf der Bananenstaude: ein Rotflügelsittich (Aprosmictus erythropterus)!


a Allmorgendlich wird unsere Gastgeberin Linda von ihren Emus aufgesucht.

b Auch uns geben sie die Ehre.

c Der Emu ist über ganz Australien verbreitet und weit häufiger als der mit ihm verwandte Kasuar.

d Regenwald gibt es fleckenweise auch im Hochland.


a Vor uns hackt sich ein Buschhuhn (Alectura lathami) das Beste aus einer Frucht heraus. Sieht zwar aus wie ein Truthuhn, gehört aber wie das Reinwardthuhn (s. "Australien NO") zur Familie der Großfußhühner.

b Im Gebiet des Vulkansees "Greater Eachem Lake".

c Nur auf Pfaden ist der Wald zu queren. Vor allem sind es die lianenartig kletternden Rattanpalmen (auch Rotangpalmen genannt), die den Weg versperren. Ihre Blattenden sind meterlange Peitschen, deren Stacheln sich tief in die Haut einbohren. "Wait a While" werden die Pflanzen von den Einheimischen genannt, eben weil es ratsam ist, einen Schritt zurückzugehen und die Stacheln sorgsam zu entfernen, wenn sie sich denn doch in der Haut verhakt haben.

d Epiphytisch wachsende Farne sorgen auf ihre Weise für den Regenwaldcharakter.  


a In den Wipfeln ist das Bennett-Baumkänguru (Dendrolagus bennettianus) zu Hause. Um besser klettern zu können, hat es kürzere Hinterbeine und längere Vorderbeine als seine am Boden lebenden Verwandten.

b Im Nationalpark Abattoir Swamp begegnete uns der Weißwangen-Honigfresser Phylidonyris nigra.

c Riesige Scharen von Sichelpfeifgänsen (Dendrocygna eytoni) auf einem relativ kleinen See in Nähe der Stadt Mareeba. Dazwischen schwarzweiß gezeichnete Spaltfußgänse (Anseranas semipalmata).   

d Die Australische Wasseragame (Physignathus lesueurii). An ihrer Stelle erhofften wir das Schnabeltier, das uns aber bis zum Spätabend warten ließ. Die kümmerliche Aufnahme im Insert zeugt davon.


a Tümpel mit einer Schwimmpflanze, die wegen ihrer bewimperten Blütenblätter an unsere Seekanne erinnert. Ebenfalls ein Fieberkleegewächsgewächs?

b Abendstimmung in den Mareeba Wetlands. Auf dem Boot trocknet ein Schlangenhalsvogel (Anhiga melanogaster) sein Gefieder.

c Noch vor Sonnenuntergang erwischt: das Blatthühnchen Jacana (Irediparra gallinacea).   

d Das zur Küste abfallende, sonnendurchflutete Gelände ist durch Cycadeen (Palmfarne) charakterisiert. Ihrer äußerer Erscheinung nach ähneln sie Palmen oder Baumfarnen, bilden aber eine höchst eigenständige Pflanzengruppe. Sie gilt als "lebendes Fossil", nämlich als Bindeglied zwischen Nackt- und Bedecktsamern.

 
 
 
 
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