Gerald Wolf
                                                                                                                                                 ***     Sapere aude!   ***                                                                                                                                                                                           Schlimm ist es um die Demokratie bestellt, wenn                                                           "politische Korrektheit" und Duckmäusertum                                                                                    das Sagen haben.
 
 

Orchideen-Arten gibt es weltweit 15 000 bis 30 000, in Europa 200 bis 300. Die Abgrenzung der Arten ist oft schwierig, zumal viele zur Bastardierung neigen. Meist wachsen Orchideen auf Bäumen, sind also Epiphyten, andere, wie alle unsere heimischen Arten, sprossen in der Erde. Und schön sind sie, die Königinnen der Blumen. Das allerdings mögen die meisten nur dann akzeptieren, wenn die Blüten groß genug sind und bunt. Gerade mal eine einheimische Art tut uns diesen Gefallen, der Frauenschuh. Selten steht er so einfach "vor der Tür", die meisten von uns müssen weit fahren, um an ihn heranzukommen. Viele unserer einheimischen Orchideen brauchen kalkhaltigen Untergrund, wie alle die Arten, die im Folgenden abgebildet sind.  

a Das ist sie, die schönste unserer heimischen Orchideen: Cypripedium calceolus, der Frauenschuh. 

b Zum Beispiel im Süden Sachsen-Anhalts und in Thüringen anzutreffen. Schwachköpfe greifen da zum Messer, zum Spaten gar.  

c Schwachköpfe anderer Art: Insekten. Sie fallen auf die Blüten rein, nämlich hinein in die schuhartig geformte Lippe. Hier bekleckern sie sich mit Blütenstaub, mit dem sie die nächste Blüten bestäuben, so sie beim ersten Mal nichts gelernt haben und wieder drauf reinfallen. Und immer wieder. Woran erinnert das nur?

d Nicht ganz so attraktiv, aber immerhin auch eine Orchidee: das Purpurne Knabenkraut (Orchis purpurea).   

a Man muss eben näher hinschauen.

b Weit unscheinbarer als ein Mauerblümchen, die Nestwurz, Neottia nidusavis. Eine blattgrünlose Schmarotzerpflanze, auf den ersten Blick mit einer Sommerwurz zu verwechseln.

c Die Blüten aber lassen sogleich die edle Verwandtschaft erkennen.  

d Listera cordata, das Zweiblatt. Ebenfalls unscheinbar, dafür wenigstens grün.  

a Ophrys insectifera, die Fliegen-Ragwurz, ist eine Insektentäuschblume. Die Männchen mancher Grabwespen-Arten führen auf der Blüte Begattungsbewegungen aus und bekommen dabei ein Pollenpaket aufgepappt.

b Ophrys sphecodes, Spinnen-Ragwurz. Sie ist der Fliegen-Ragwurz ähnlich, aber viel seltener. Orchideenfreunde geraten daher bei ihrem Anblick regelmäßig in Verzückung.

c Ebenfalls eine Spinnen-Ragwurz, jedoch mit anderer Blütenzeichnung.

d Dieselbe von vorn. Erdbienen-Männchen sind es, die mit ihr Hochzeit halten wollen.  

a Orchis militaris, das Helm-Knabenkraut.

b Das Helm-Knabenkraut per Lesebrille.

c Viel, viel seltener, wenn auch stellenweise größere Bestände bildend: das Kleine Knabenkraut, Orchis morio.

d Das Kleine Knabenkraut ganz groß.  


a Orchis tridentata, das Dreizähnige Knabenkraut.

b Und auch hier der für Orchideen typische Blütenbau.

c Wie die meisten unserer Orchideen ist das Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata) weit verbreitet, vom Mittelmeer bis nach Sibirien. Aber wer schon hat es je gesehen.

d Dasselbe per Makro. Der deutsche Name des Brand-Knabenkrauts rührt von dem angesengt wirkenden Blütenstand.  

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