****       Sapere aude!         ****        
                 
Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! – forderte der Philosoph Immanuel Kant vor mehr als 200 Jahren. Er hatte etwas viel von uns verlangt, aber  ein wenig  sollten  wir   ihm schon  entgegenkommen. Jeder auf seine Weise. Hier die meine.
 

Libellen sind stammesgeschichtlich primitiv, d. h. ihr Bauplan ist dem ursprünglichen Insektentypus recht nahe. Dennoch zeigen zum Beispiel der Flugapparat und die damit ermöglichten bizarren Flugmanöver sowie das große Facetten-Auge höchste Entwicklungsreife. Das Auge besteht bei manchen Arten aus bis zu 30 000 Einzelaugen und verschafft den Libellen die unter den Insekten wahrscheinlich beste Sehleistung überhaupt. Von den weltweit etwa 3700 Arten kommen in Deutschland 80 vor.


a Aeshna mixta, die Herbst-Mosaikjungfer, ist eine recht häufige Großlibelle. Das Männchen bildet hier mit einem Weibchen (gelblich gefärbt) ein Paarungsrad.

b Der Plattbauch (Libellula depressa) ist an kleineren Gewässern zuhause, an Tümpeln und Lehmgruben. Von der nachfolgenden Art  u. a. durch die schwarzen Flecken an der Flügelbasis zu unterscheiden.

c Orthretum cancellatum, der Große Blaupfeil, erscheint auf den ersten Blick hin recht ähnlich. Er gehört zu unseren häufigsten Großlibellen.  

d Dieselbe Art, aber ein Weibchen. Der Blaupfeil hält nichts von Unisex.


a Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata) mag leicht mit dem Weibchen der vorigen Art verwechselt werden, zeigt aber, so wie er heißt, (2 mal) 4 schwarze Flecken auf den Flügeln und liebt Unisex - Männlein und Weiblein sind schwer zu unterscheiden.

Gomphus vulgatissimus, die Gemeine Keiljungfer, ist trotz ihres Namens durchaus nicht gemein. Sie kommt in Deutschland nur noch ganz vereinzelt vor. Hier im Mündungsgebiet der Warthe.

Die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) hingegen hat ihren Namen bestimmt verdient.

Welch Rot und dazu noch recht häufig!: Sympetrum sanguineum, Blutrote Heidelibelle.  


a Die Kleine Moosjungfer, Leucorrhina dubia, braucht torfmoosreiche Gewässer. Eingerahmt das Weibchen.

Lestes virens, die Kleine Binsenjungfer, kommt ebenfalls in solchem Gelände vor, wünscht sich saure, flache Moorgewässer und gilt anders als die im Folgenden erwischte Weidenjungfer als gefährdet.

c Das ist sie, die Weidenjungfer (Lestes viridis). Wie alle nachfolgenden Kleinlibellen bei uns recht häufig zu sehen.

d Ischnura elegans, die Große Pechlibelle, gehört zu den in unseren Breiten häufigsten Libellenarten. 


a Ebenso Coenagrion puella, die Hufeisen-Azurjungfer. Man kann sie an nahezu allen unseren Gewässern antreffen.

b Coenagrion pulchellum, die Fledermaus-Azurjungfer, hingegen ist etwas anspruchsvoller. Sie bevorzugt stehende Gewässer mit reicher Vegetation. 

c Erythromma najas, Großes Granatauge. Anders als die vorstehenden Arten ist diese Kleinlibelle etwas scheu. Sie bevorzugt mit See- und Teichrosen besetzte Gewässer.

d Pyrrhosoma nymphula, die Frühe Adonislibelle, fliegt schon im Mai, gefolgt im Juni von ihrer etwas säumigen Verwandten, der Späten Adonislibelle. 

e Platycnemis pennipes, die Gemeine Federlibelle, kenntlich durch die etwas verbreiterten Hinterschienen. Das Weibchen dieser Art ist anders als das Männchen "unbunt", auffällig unauffällig sozusagen.

 
 
 
 
Gerald, Wolf, Magdeburg, Gehirn, brain, Philosophie, Geist, Seele, soul, Gott, god, Bild, Foto, picture, image, Neurotheologie, neurotheology, Hirnforschung, Roman, novel, "Der HirnGott","Glaube mir, mich gibt es nicht", "Das Liebespulver", Magdeburg, humanities, Geisteswissenschaften, neurophilosophy, Neurophilosophie, mind, body, Hirn, nitric, Stickoxid, Wissenschaftsroman, Hirngott, Theologie, Neurotheologie, Gehirn, Gott, Reisen, Welt, Tiere, Pflanzen, Bilder, pictures, plants, animals, travelling