Sapere aude!                                                                                                                                               Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!– forderte der Philosoph Immanuel Kant vor mehr als 200 Jahren. Er hatte etwas viel von uns verlangt, aber  ein wenig  sollten  wir   ihm schon  entgegenkommen. Jeder auf seine Weise. Hier die meine.
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Die Lebensbedingungen in Rumänien dürften sich nicht wesentlich von denen des südlichen Nachbarlandes zu unterscheiden. Die Menschen sind freundlich, der Tanz ums Goldne Kalb hat noch nicht so recht begonnen. Die Natur, allzumal die des Deltas, ist überwältigend.  


a Mit brandneuem Rental Car von der bulgarischen Schwarzmeerküste nach Rumänien, Richtung Donaudelta.

b PanjeWagen, der Trabi des kleinen Mannes.

c Der mittlere der drei großen Donau-Arme. Begegnung mit der Upper Class.   

d Mitten im Delta gibt es nur noch Wasserwege. Und davon verwirrend viele.


a Hier regiert der Fischer Un syne Fru.

b Oder ist es diese hier?

c Überall im Donaudelta Russen und Ukrainer. Typisch das strahlende Blau ihrer Häuser.   

d Sie freuen sich über uns Deutsche. Und über die Reste unseres Schul-Russisch.  


a Das größte Feuchtgebiet Europas. Und das Beste: Es ist EULand!

b Frisch gelockt und gekämmt ab in die Sümpfe.

c Das Märchenland vom Froschkönig.   

d Darauf waren wir aus: Pelikane!


a Und zwar Rosapelikane (Pelicanus onocrotalus). Über Griechenland erstreckt sich deren Verbreitungsachse bis nach Südafrika.

b Ein rosa Hauch überzieht die Vögel, daher ihr Name.

c Bis hierher und nicht weiter, um die Vögel nicht zu stören.   

d Der etwas schlichtere Verwandte: der KrauskopfPelikan (Pelicanus crispus). Als ob sein Hinterhaupt vom Schlaf her noch verwuselt wäre. Der Krauskopf ist seltener als sein rosa Vetter und neigt zum Eigenbrötlerdasein. Das Brutgebiet reicht über das Wolgadelta bis in die Mongolei.  


a Gerade mal zwei von den hier massenhaft vorkommenden Weißbart-Seeschwalben (Chlidonia hybridus).

b Ein ornithologischer Leckerbissen: der zu den Ibissen zählende Sichler (Plegadis falcinellus). Kommt in Südosteuropa vor, aber nur fleckenweise.

c Keine Teichrose, sondern die zu den Fieberkleegewächsen gehörende Seekanne (Nymphoides peltata).   

d Sehen wie Lachmöwen aus, sind aber Schwarzkopfmöwen (Larus melanocephalus). Typisch für Südeuropa, doch sieht man sie zunehmend auch bei uns in Deutschland. Dank Global Warming.  


a Ein Kampfläufer (Philomachus pugnax). Ein Nordeuropäer, der von Mitte Sommer an seinen Urlaub im Süden verbringt. Dieser hier sieht wie gerupft aus, und tatsächlich ist er dabei, sein Prachtkleid zu verlieren.

b Ebenfalls ein Schnepfenvogel. Die esoterische Gemeinde der Ornithologen sagt "Limikolen" dazu, um sich von den gewöhnlich Sterblichen abzusetzen. Hier die Uferschnepfe (Limosa limosa), gut an dem langen, roten "Stecher" (das wiederum ist Weidmannsdeutsch) mit schwarzer Spitze zu erkennen.

c Dieser Komoran (Phalacrocorax carbo) ließ uns auf wenige Meter heran. Er war gerade dabei, einen Riesenfisch zu schlucken und hatte für die Flucht einfach nicht genug Puste.   

d Überall Reiher. Der Seidenreiher (Egretta garzetta). 


a Wenn er auffliegt, sieht man die arttypischen gelben Füße.

b Sein größerer Verwandter, der Silberreiher (Egretta alba).

c Recht klein hingegen der Rallenreiher (Ardeola ralloides).   

d Und noch kleiner die Zwergdommel (Ixobrychus minutus). In "Pfahlstellung" ist sie von der Umgebung schwer zu unterscheiden.  


a Viel größer, doch etwas kleiner als unser Graureiher, der Purpurreiher ((Ardea purpura).

b Schließlich der Nachtreiher (Nycticorax nycticorax). Des Nachts angeblitzt, leuchten seine Augen wie bei einer Katze auf.

c Sonnenuntergänge machen sich auch im Donaudelta gut.   

d Diese Bisamratte schien vom Geist des Wettkampfes besessen: Sie schwamm an die hundert Meter parallel zu unserem Boot. Ondatra zibethica ist zoologisch besehen eine Wühlmaus die weltweit größte. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet.  


a Welch Glück, eine Schlange! Und dazu noch die so symbolbehaftete Äskulapnatter (Elaphe longissima). Wie alle unsere europäischen Nattern ist sie ungiftig.

b Dieser Wauwau hatte ebenfalls Glück. Vor unseren Augen fand er am Straßenrand eine plattgefahrene und sonnengedörrte Äskulapnatter, woraufhin er sie genüsslich knackend verspeiste.

c Einige der großen Inseln im Delta warten mit ausgedehnten Wäldern auf. Hier der Letea-Wald.   

d Eine Augenfreude: die Blauracke (Coracias garrulus).  


a In derselben Lehmwand brüten die Bienenfresser (Merops apiaster). Am liebsten protzen sie mit Libellen im Schnabel. Global Warming verschafft diesen tropisch bunten Vögeln immer häufiger auch in Deutschland Brutmöglichkeiten, z. B. bei uns in Sachsen-Anhalt.

b Die Thekla-Lerche (Galerida theklae). Oder die von ihr so schwer zu unterscheidende Haubenlerche? Jedenfalls wird Lerche ebensowenig wie wir wissen, was auf dem Schild steht.

c Schwalben, Schwalben, Schwalben. Vor allem junge Rauchschwalben (Hirudo rustica).   

d Athene noctua, der Nachtvogel am Tage. Hier in Istria auf den Trümmern der hellenistischen Epoche blickt uns der Steinkauz müde ins Auge. Als ob der Lieblingsvogel der Göttin der Weisheit all die Jahrhunderte auf uns gewartet hätte.  

 
 
 
 
Gerald, Wolf, Magdeburg, Gehirn, brain, Philosophie, Geist, Seele, soul, Gott, god, Bild, Foto, picture, image, Neurotheologie, neurotheology, Hirnforschung, Roman, novel, "Der HirnGott","Glaube mir, mich gibt es nicht", "Das Liebespulver", Magdeburg, humanities, Geisteswissenschaften, neurophilosophy, Neurophilosophie, mind, body, Hirn, nitric, Stickoxid, Wissenschaftsroman, Hirngott, Theologie, Neurotheologie, Gehirn, Gott, Reisen, Welt, Tiere, Pflanzen, Bilder, pictures, plants, animals, travelling