****       Sapere aude!        ****        
                 
Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! – forderte der Philosoph Immanuel Kant vor mehr als 200 Jahren. Er hatte etwas viel von uns verlangt, aber ein wenig sollten wir ihm schon entgegenkommen. Jeder auf seine Weise. Hier die meine.
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Indien, Rajasthan, Delhi und Agra. Februar/März 2026


Mit über 3 Millionen Quadratkilometern ist Indien der siebtgrößte Staat der Erde und mit 1,4 Milliarden Menschen - noch vor China - der bevölkerungsreichste. Im Nordwesten Indiens liegt der Bundesstaat Rajasthan, und dorthin führte die Reise. Startend und endend in Delhi, der Hauptstadt Indiens. Eine Rundreise mit sympathischen Leuten aus ganz Deutschland war es. Per Bus wurden über 2600 km absolviert, und das durchaus nicht immer auf glatten Straßen.                               

                                 

     Die Stationen: 

  . Neu-Delhi
    . Mandawa

    . Bikaner

   . Jodhpur

   . Udaipur
   . Jaipur

   . Taj Mahal in Agra

   . Altes und Neues Delhi





Delhi mit Qutb Minar

 

a Typische Straßenszene im alten Delhi

b, c Das Minarett Qutb Minar zur Quwwat-ul-Islam-Moschee. Erbaut Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts - frühe Meisterwerke der indo-islamischen Architektur. Das Minarett zählt zu den höchsten Turmbauten der islamischen Welt.


Weiterfahrt nach Mandawa, einem kleineren Ort, der sich durch seine überreich geschmückten Kaufmannspaläste einen Namen gemacht hat.
a, b Straßenszenen. Armut gepaart mit Wohlleben. Freilebende Kühe gehören dazu
c-f Reichtum durch Handel
g geheiratet wird in Indien zumeist nur einmal, und dann mit Pomp


Wildlebende Tiere ab und an und hier und da, eigenartigerweise - und anders in früheren Jahren erfahren - kaum Insekten. Insektizide? Nicht einmal als Blütenbesucher.
a Streifenhörnchen sieht man sehr oft

b Die auch bei uns heimische Wanderratte eher selten.
c Languren gehören zu den häufigsten Affen
d Rhesusaffen sind etwas seltener zu sehen
e Das Weibchen eines Rosenkopfsittiches 

f Eine Gruppe des hier beheimateten Blauen Pfaus (Weibchen).

g, h Nilgau-Antilope, Weibchen (g) und Männchen (h)


Hurtig geht es weiter, nicht auf der langen Busreise, nein, hier im Bericht:

Das Prächtige fällt zunächst besonders ins Auge. zunehmend aber schärft sich der Sinn für das Gewöhnliche. Zumal das Gewöhnliche für unsereinen höchst ungewöhnlich ist.


Die Dromedare warten geduldig. Sie werden uns zum abendlichen Fest transportieren.
Und da hat jemand Geburtstag (na, wer denn?) und wird von der ganzen Gruppe gefeiert. Bei welch prächtigen Hintergrund: Der Jaswant Thada, ein Kenataph, ein leeres Grabmal. Es besteht aus hell leuchtendem, weißem Makrana-Marmor.
Prachtvoll die Festungen und Tempel ganz anderer Art.

a Der "Palast der Winde" in Jaipur, der Hauptstadt Rajasthans, 1799 erbaut. Er soll allein dazu gedient haben, den Haremsdamen des damaligen Maharadschas zu ermöglichen, die pompösen Festumzüge zu seinen Ehren zu betrachten, ohne selbst sichtbar zu sein.
e, f Wer schon besucht Nordindien, ohne das vielleicht berühmteste Gebäude Indiens zu besichtigen, das Mausoleum Taj Mahal (e, f) in Agra. Es ist ein herausragendes Werk der indo-islamischen Baukunst.16 Jahre lang waren an dessen Bau über 20.000 Handwerker beteiligt. 


a Touristenladen. Was nicht alles wird da geboten: Nippes, Kitsch, Antiquitäten, Teppiche, Edelsteine ..., 
b Und was nicht alles liegt da am Straßenrand, offenbar seit Jahren.
c Kaum findet sich eine freie Fläche, die nicht bemalt wurde, kunstvoll. Aber nirgendwo Schmierereien! Danach befragt, kam von jenen zur Antwort, die Europa bereits aufgesucht haben: Man wisse von dieser Art der Verwahrlosung, vor allem in Deutschland, und begreife nicht, dass man sich dies gefallen ließe. - Andere Länder, andere Sitten.