Gerald Wolf
                                                                                                                                              ***     Sapere aude!   ***                                                                                                                                                                                           Schlimm ist es um die Demokratie bestellt, wenn                                                           "politische Korrektheit" und Duckmäusertum                                                                                    das Sagen haben.
 
 

Sri Lanka ist mit 65 000 Quadratkilometern verhältnismäßig klein, aber noch immer groß genug, um Vielfalt zu bieten. Obwohl die Insel bis fast an den Äquator heranreicht, ist das Klima eher angenehm. Auch die Menschen sind es. Zum größten Teil Buddhisten, scheuen sie sich, das Leben in eitler Strebsamkeit zu verbringen. Keine Askese, kein Radikalismus, nicht der Lust noch der Gier soll gefrönt werden, nein, ein Mittlerer Weg sei einzuschlagen. Wünschen heißt leiden, sagt Buddha, und nur derjenige, der sich in Wunschlosigkeit übt, wird in das Nirwana eingehen. Wenn immer möglich, lässt man auch die Natur gewähren, allzumal die Tiere. Und so finden sich inselartig überall Reste der ursprünglichen Natur, die ein näheres Betrachten lohnen. Zum Betrachten sollten auch ein paar Tauchgänge gehören, aber das Meer war aufgewühlt und die Tauchsaison zu Ende.  

Teil II. Küstengebiet mit Hikkaduwa, Galle und Matara.


a Postkartenidylle am Strand von Unawatuna, ein paar Kilometer östlich von Galle

b Noch reizvoller im Gegenlicht.

c Die Gebietshauptstadt Galle im Süden der Insel. Die Holländer fingen im 17. Jahrhundert mit dem Bau des Forts an, heute birgt es die Altstadt.   

d Stelzenfischer, der sich für ein paar Rupien zum Fotografieren in Position begibt. Den Kaiserfisch präsentierte er uns als Angelerfolg.


a Ortstermin für das Eheglück.

b Muslimische Mädchen beim Badeglück. Trotzdem fröhlich.

c Einsiedlerkrebs beim Landgang.   

d Sollte man kaum für möglich halten: Eine Grüne Meeresschildkröte beim Futterbetteln! Chelonia mydas wurde aus nahe liegenden Gründen früher auch als "Suppenschildkröte" bezeichnet.


a Für etwas Tang ließ sie sich sogar ein Stückchen weit aus dem Wasser heben. Zu Mehr reichte die Kraft nicht.

b Auf der Lagune südlich Hikkaduwa. Und was schleicht dort durchs Mangrovendickicht?

c Ein Bindenwaran (Varanus salvator) ist es. An Binnengewässern, vor allem in den Mangrovendickichten wie hier bei Hikkaduwa, recht häufig zu beobachten.   

d Wie aufregend! Nicht giftig, dafür aber groß (bis 2,5 m) und beißlustig: die Rattenschlange (Ptyas mucosa). Die Unterart P. m. maximus ist für Lanka endemisch.  


a Kriegt die Klappe nicht zu: Anastomus oscitans, der SilberKlaffschnabel. Ein Storchenvogel, der von Indien und Sri Lanka bis nach Südostasien verbreitet ist.

b Die Eilseeschwalbe (Thalasseus bergii) ist deutlich größer als unsere Brandseeschwalbe und alles andere als häufig zu sehen.

c Dafür überall anzutreffen, auch am Straßenrand: die Perlhalstaube (Streptopelia chinensis).Hier sicherlich die Unterart S. c. ceylonensis, und die gibt es nur in Sri Lanka.   

d Das Fasanblatthühnchen (Hydrophasianus chirurgus) auf den Blättern der Blauen Seerose (Nymphaea stellata). Diese Sumpfschönheit ist 1986 zur Nationalblume erklärt worden.  


a Selbst ist der Mann!

b Lächele Singhalesen an, und sie lächeln bereitwilligst zurück! Auch wenn man sich, wie so oft, zu viert auf einem Motorrad zusammenquetscht.

c Alles Bio.   

d Und so, in Schulklamotten, wünschte man sich Deutschlands Schüler. Nichts von wegen mit von den Eltern gekaufter Markenware die anderen ausstechen wollen. Obendrein noch ein auffällig gesittetes Gebaren, im Fortschritt der Zeit von unserer coolen Jugend als altmodisch abgewiesen. 


a Wem nach körperlicher Abwechslung verlangt, der lässt sich hier durchkneten. Es machte uns noch froher, vor allem, nachdem wir es überstanden hatten.

b Eine gar nicht so häufige Straßenranderscheinung: der Ceylon-Hutaffe.

c Dafür allgegenwärtig die Glanzkrähe (Corvus splendens). Ursprünglich auf den indischen Subkontinent beschränkt, wurde sie bis nach Australien und Afrika verschleppt. Sogar in Holland soll sie brüten. Ein böser Nesträuber, und tatsächlich, überall dort, wo die Glanzkrähe auftritt, sieht man fast keine andere Vogelart.

d Hunden auf Sri Lanka geht es na ja, so la la. Nie unterernährt und nie angeleint, aber oft vor Schmutz (und Krätzmilben?) starrend. Wie es heißt, gab es beim Tsunami 2004 unter den Hunden und anderen freilaufenden Tieren keine Verluste. Sie hatten das Unglück gespürt und sich rechtzeitig über alle Berge gerettet.  


a Erinnert an unseren Sperber, ist aber ein (oder eine?) Shikra (Accipiter badius).

b In verschiedenen Unterarten von Südafrika über das gesamte subtropische und tropische Asien verbreitet. Kein Marschland ohne Kuhreiher (Bubulcus ibis). Sie quengeln den Büffeln zwischen den Beinen herum, in der Hoffnung, dass von denen ein Leckerbissen aufgescheucht wird.

c Achtung, Waran voraus!   

d Der Bengalenwaran (Varanus bengalensis) ist häufig anzutreffen, zumeist frei von Selbstmordbestrebungen und anders als der Bindenwaran auch weitab von Gewässern.  


a Eisenbahnromantik.

b "Und Gott, der HERR, pflanzte einen Garten in Eden gen Osten hin und setzte den Menschen hinein ..."

c Einer der vielen buddhistischen Tempel in und bei Galle.   

d Und so sieht es im Lagunentempel von Hikkaduwa aus: bunte Bildzeugnisse aus dem Leben Buddhas. Was würde der dazu gesagt haben er, der Weise, der Philosoph , später einmal vergottet zu werden? Der Mensch hat aus evolutionsbiologischen Gründen eben nun mal eine Neigung zum Homo religiosus. Auch Konfuzius und selbst Stalin und Hitler sind ihm als Götter willkommen.  


a Ein Hahn als Wächter der Tempelanlage, stolz und schön. Wer hat je einen schöneren gesehen?

b Gruselige Pracht im Einzentimeterbereich, eine Streckerspinne Tetragnathide).

c Auch sie fühlt sich an Tempelmauern wohl.   

d Immerzu im Blattwerk versteckt, der Ceylon-Grünbartvogel (Megalaima zeylanica). Hier hat er sich den Heiligen Bo-Baum der Tempelanlage ausgesucht. Ein Skink sonnt sich an der Tempelmauer.  


a Feste soll man feiern, wie sie fallen. Das Vesak-Fest fiel 2012 auf den 5. und 6. Mai, Tage des Vollmondes. Buddha soll in dieser Zeit geboren, gestorben oder ins Paradies aufgestiegen sein. Oder beides zusammen.

b Parade und üppiger Straßenverkehr schließen einander nicht aus.

c Die Fest-Elefanten wurden per Lkw aus Kandy herangekarrt.   

d Andächtiges Schweigen ohne frömmelndes Getue. Angenehm natürlich.  

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