Gerald Wolf
                                                                                                                                                 ***     Sapere aude!   ***                                                                                                                                                                                           Schlimm ist es um die Demokratie bestellt, wenn                                                           "politische Korrektheit" und Duckmäusertum                                                                                    das Sagen haben.
 
 

Ein Land von der Fläche Bayerns. Eisern hält man nun auch hier fest, was an Natur verblieben ist. Und die unterscheidet sich gewaltig von der Bayerns. Das Brutto-Inlandsprodukt steigt stetig. Gegenüber dem letzten Besuch (2012) ist man geneigt, dies an der Verkehrsdichte und der Qualität der Fahrzeuge erkennen zu können. Der Name "Ceylon" gilt schon lange nicht mehr. Einst war er von den Briten aus einem vermurksten "Sinhala dvipa" (Insel der Singhalesen) gemacht worden. Dabei blieb es, bis 1972 der alte Name "Lanka" wieder ausgegraben wurde — "Sri" als Ehrentitel hinzugefügt. Das Leben folgt den Zeichen unserer modernen Zeit, am Brauchtum aber hält man fest. 

70 Prozent der Bevölkerung nennens sich Buddhisten. So sind denn auch Buddha und buddhistische Tempel mit ihren charakteristischen Dagobas omnipräsent. Bunt gemischt leben Buddhisten, Hinduisten, Moslems und Christen zusammen und haben sogar einige Pilgerstätten gemeinsam. Auch genießen sie die Feiertage der jeweiligen Religionen miteinander. Für Rechtsangelegenheiten ist einzig und allein der Staat zuständig.

Mit 54 m Höhe ist die Dagoba Rankot Vihara die viertgrößte des Landes. Sie gehört zu einer riesigen Palastanlage, die in Polonnawaru (im mittleren Teil der Insel) einst König Parakramabahu I. (12. Jahrhundert) erbauen ließ. Damals war Buddhismus  d e r  Machtfaktor. Bis dann die Portugiesen mit ihrem Katholizismus kamen, darauf mit jeweils eigenen Ideologien die Holländer und die Briten. Nach der Unabhängigkeitserklärung von 1948 wurde unter der Familie Bandaranaike mit Sozialismusversuchen gewerkelt, und erst mit Ende der 1970er öffnete sich das Land wirtschaftlich in vollem Umfang nach außen hin.


a Im Königlichen Felsentempel bei Dambulla. Reihenweise Buddha-Statuen in der Pose "Buddha, der Meditierende".  

b Gleichsam als Kontrastprogramm ein Hindu-Tempel. So bunt, so voller Lebensfreude! 

c Auch bunt gemischt, wie überall, geht es auf dem Markt zu. Gleich ob Buddhist, Hinduist Moslem oder Christ, neben- und miteinander bietet man sein bisschen Fischer- oder Anglerglück an, ganz unaufdringlich. Westküste bei Negombo.

a Ein Binden-Waran (Varanus salvator). In den Ruinengeländen der singhalesischen Antike des  Öfteren zu sehen.

b Eher selten zu erleben sind Schlangenbeschwörer. Dieser hier gab zu, seiner Kobra (Naja naja) die Giftzähne entfernt zu haben. Allerdings ist das nicht die feine Art der Schlangenbeschwörer. Gewöhnlich sterben die Tiere eines frühen Todes. Rechts im Bild sieht man, wie die Nebenattraktion, ein Tigerpython (Python molorus, Unterart Heller Tigerpython, P. m. molurus), gerade dabei ist, sich aus dem Staub zu machen. Allerdings ohne sonderliche Eile.


a Die Reste des Palastes von König Parakramabahu I.

b Die hier überall häufigen Ceylon-Hutaffen (Macaca sinica) lassen sich vom royalen Ambiente nicht beeindrucken. Mit größtem Ernst gehen sie ihrer eigenen Beschäftigung nach.

a Ebenfalls oft zu sehen, selbst inmitten von Dörfern auf Stromleitungen, der Braunliest oder Weißkehl-Eisvogel (Halcyon smyrnensis). Im Flug fällt er durch schrill glänzendes Blau auf. Von der Türkei bis zu den Philippinen verbreitet.

b Im schrill blauen Glanze steht ihm die Hinduracke (Coracias benghalensis) nicht im Mindesten nach. Der süd- und osteuropäischen Blauracke (Coracias garrulus) recht ähnlich.
 

a Mehr Glück braucht man, um das Sri-Lanka-Riesenhörnchen (Ratufa macroura) zu entdecken. Von den Riesenhörnchen gibt es mehrere Arten. Diese hier kommt außer in ein paar Regenwäldern Südindiens nur auf Sri Lanka vor.

b Der Strauchschmätzer (Saxicoloides fulicata). Das Männchen ist bis auf die roten Unterschwanzdecken in ein samtartig tiefes Schwarz gehüllt.


Der Löwenfelsen Sigirya. In halber Höhe der Eingang zu einer Höhle, in der Fresken draller, barbusiger Frauen zu bewundern (aber nicht zu fotografieren!) sind.  Das Erklimmen dieser Stelle ist — bei einer Lufttemperatur 33 Grad Celsius — auch nur die halbe Strapaze. Über eine Gabelstelle führt eine weitere Treppe bis zum Hochplateau. Wer dann die 200 Höhenmeter endlich bewältigt hat, mag sich selbst einen Helden nennen. Bis er gewahr wird, dass das auch kleinere Kinder schaffen.

b Teepflückerinnen wie diese sorgen dafür, dass alle Welt Ceylon-Tee trinken kann. Weil der nun mal Weltruf genießt, durfte er seinen Namen behalten. Die Briten würden sicherlich ein Problem haben, wenn tea time angesagt ist, „Sri-Lanka-Tee“ zu zelebrieren. 

 

a Auf Reisfeldern, an Seeufern, aber auch im schlichten Grasland häufig zu sehen: der Kuhreiher (Bubulcus ibis).

b Weit weniger häufig ist der Schwarzkopf-Ibis (Threskiornis melanocephalus). Er sieht dem Heiligen Ibis Afrikas zum Verwechseln ähnlich.

c Der Wollhalsstorch (Ciconia episcopus) ist noch seltener zu sehen, obwohl in mehreren Unterarten von Afrika bis hin zu den Phillipinen verbreitet. 

a Der Minneryia Nationalpark ist ein empfehlenswertes Trockenwaldgebiet, in dem neben Elefanten …

b ... häufig auch Pfauen zu beobachten sind. Sie wirken wie überzüchtete Parkvögel, sind aber reines Naturprodukt. Ein Rätsel, wie die Pfauenmänner mit einem derart aufwändigen Federkleid überleben können. 

a Ausgesprochen scharfäugig durchs Dickicht spähend: die Schlangenweihe (Spilornis cheela). Sie gehört zur Familie der Schlangenadler und ist über das gesamte südliche Asien verbreitet.

b Sitzt da, als ob er mit der Welt fertig wäre. Warum so allein? Womöglich ein Männchen, das den Kampf um einen Harem verloren hat. Oder dem er noch bevorsteht. Die Hanuman-Languren (hier die südliche Art Semnopithecus priam) sind ansonsten ausgesprochen gesellige Tiere. Sie gelten als heilige Tiere und halten sich bevorzugt auch in Tempelnähe auf. 

a Kandy, die Hauptstadt des letzten singhalesischen Königreiches. Der Kandy Lake wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt, unmittelbar bevor die Briten die Gegend eroberten (1815). Sie sorgten für den Ausbau der Stadt nach europäischem Muster.

b Der Tempel zum Heiligen Zahn zu Kandy. In Buddhas Asche soll einer seiner Zähne gefunden und im Haar einer Prinzessin nach Sri Lanka geschmuggelt worden sein. Eigens für diese Reliquie besorgten Sri Lankas Könige Ende des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts den Tempelbau. Heute ist er Pilgerstätte für Buddhisten der ganzen Welt.

a Ein Brautpaar im Königlichen Botanischen Garten nahe Kandy. Begleitet von jungen Festgästen, von denen sich wohl so mancher erträumt, später auch einmal als Braut oder Bräutigam zu posieren. Für alle hängt der Himmel voller Geigen.

Und hundert Meter weiter hängt er voller Flughunde. Es handelt sich um den Indischen Riesenflughund (Pteropus giganteus). Nächtens plündern diese Fledermaus-Verwandten Obstbäume (sind Veganer!) und schlafen sich den Tag drauf ordentlich aus. 

a Elefanten kann man auch im Elefantenwaisenhaus zu Pinnewala erleben. Hier finden Tiere ein Unterkommen, die aus unterschiedlichen Gründen allein auf der Welt sind. Hier beim Bad im nahegelegenen Fluss.

b Liebe auf den ersten Blick. Am liebsten hätte ich das Kerlchen (war es gar eine junge Dame?!) mitgenommen. Als Übergepäck. 

 

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