Gerald Wolf
                                                                                                                                              ***     Sapere aude!   ***                                                                                                                                                                                           Schlimm ist es um die Demokratie bestellt, wenn                                                           "politische Korrektheit" und Duckmäusertum                                                                                    das Sagen haben.
 
 

Die tropische Küstenregion. Sie erstreckt sich von der Ostküste südlich Mosambiques hufeisenförmig bis in die Region nordwestlich von Johannesburg. Viele Wildparks findet man hier, so auch den berühmtesten, den Krüger-Nationalpark. Wer die "Big Five" sehen will, muss hierhin fahren. Den Naturfreund aber verlangt es nach mehr, und auch er kommt auf seine Kosten. Tiere und Pflanzen sind hier zuhause, die er vielleicht auch schon von der Serengeti her kennt, oder vom Okavango-Delta oder von der Etosha-Pfanne.  

a Der Nummer eins der Big Five, den Elefanten, kann man nicht nur im KrügerNationalpark begegnen. Ihr Bestand wird per Antibabypille geregelt. Auch durch Abschuss.

b Und numero zwei ist da (oder drei oder vier oder fünf), das Nashorn. Hier das Breitmaulnashorn. Reiche Dummköpfe in Fernost gefährden es, weil sie meinen, ein aus dem Horn bereitetes Pulver wirke als Aphrodisiakum. Dabei ist das spitze Ding entwicklungsgeschichtlich nichts anderes als ein Büschel aus verbackenen Haaren.

c Die Kaffernbüffel gehören ebenfalls zu den Big Five. Wirken wie eine gemütliche Kuhherde, sollen aber verdammt ungemütlich werden können. Der Begleiter schützt uns, auch vor anderen bösen Tieren.   

d Das Flußpferd gehört nicht zu den Edlen. Warum, weiß keiner. Groß genug ist es doch wohl. Im iSimangaliso Wetland Park (vormals Greater St. Lucia Wetland Park) tummeln sich Familien mit bis zu 30 Mitgliedern. Irgendeins muss es immer sein, dass seine Klappe weit aufreißt wie eben bei anderen Leuten auch.  


a Gleich nebenan der weltgrößte Reiher, der GoliathReiher (Ardea goliath).

b Im Englischen "Fish Eagle" genannt, und das aus naheliegendem Grund. Mit unserem Fischadler aber ist Haliaeetus vocifer nicht näher verwandt, dafür mit unserem Seeadler (Haliaeetus albicilla).

c Der DreibandRegenpfeifer (Charadrius tricollaris). Oft anzutreffen, wo sich Wasser zeigt.   

d Ciconia episcopus, der Wollhalsstorch, müsste in unserem Weißstorch einen Konkurrenten sehen, wenn er ihm hier im Südsommer begegnet. Doch kein Grund, zu fressen gibt's genug.


a Der Storch Marabu (Leptoptilos crumeniferus) ist mit seinem schorfiggrindigen Hals und dem schmutzig gelbweißen Schnabel der wohl hässlichste Vogel der Welt. Wenn er aber auf der Suche nach Kadavern in großer Höhe kreist, macht er einen sehr respektablen Eindruck.

c Überall im Röhricht findet man die kunstvollen Nester des Gold-Webervogels (Ploceus subaureus).

c Die Antilopen mögen es trocken. Häufig anzutreffen in der Buschund Baumsavanne ist die Impala, die SchwarzfersenAntilope. So häufig, dass sie gejagt werden darf.   

d Und auch gegessen wird. 


 a Ausgesprochen selten hingegen ist die Weißkehlmeerkatze (Cercopithecus albogularis), besser bekannt als "Samango monkey".

b Die Grüne Meerkatze hat offenbar ein erfolgreicheres Verbreitungsprogramm. Kaum scheu, eher dreist, kann sie für die Bewohner der Lodges zur Plage werden.

c Schlimmer noch die Paviane. Uns hatten sie gleich zwei Male bestohlen. Überall wird vor diesen "Banditen" gewarnt, auch droht ihnen die Kugel.

d Völlig harmlos hingegen ist Hirundo abyssinica, die Kleine Streifenschwalbe.  


a Sommerzeit, die Büsche und Bäume sind belaubt und das Gras ist hochgewachsen. Dank ihres langen Halses lassen sich diese Tiere hier noch immer leicht ausmachen.

b Das Gnu, hübsch gruppiert. Zu Massenbildungen wie in der Masai Mara kommt es in Südafrika nicht.

c Ebenfalls gern in kleinen Gruppen, der Rotschnabel-Madenhacker (Buphagus erythrorhynchos). Voller Neid schimpfen die Drei auf den einen, weil der sich besser platzieren konnte auf dem Rücken einer Kuh. Großen Tieren Parasiten aus der Haut zu picken, ist der Beruf dieser Vögel.   

d Häufig im selben Terrain anzutreffen, die afrikanische Gabelracke (Coracias caudatus) und ihr europäischer Sommergast, die Blauracke (Coracias garrulus). 


a Zu ihren Nachbarn gehört der Weißscheitelwürger (Eurocephalus anguitimens).

b Ohne jede Verwandtschaft im kalten Europa sind die Hornraben. Hier der Kaffern-Hornrabe Bucorvus leadbeateri. Im hohen Gras sucht er nach Fressbarem, von der Heuschrecke bis hin zur Schlange. Größere Beute wird im Kreis von Kollegen erledigt.

c Verwandte der Hornraben sind die Nashornvögel. Besonders apart, dieser Südliche Gelbschnabel-Toko (Tockus leucomelas).

d Ein anderer Verwandter, der TrompeterHornvogel (Bycanistes bucinator), macht, wozu ihn sein Name verpflichtet: Trompetend fliegt er, zumeist in kleineren Gesellschaften, über die Landschaft hin.  


a Bestenfalls ganz entfernt verwandt mit den Hornvögeln ist der Afrikanische Häherkuckuck (Clamator levaillantii). Eine Unart, die er gemeinsam mit unserem Kuckuck pflegt, ist der Brutparasitismus: Seine Eier legt er in fremde Nester und überlässt seine Kinder der Obhut der Zieheltern.

b In der Hinterlassenschaft eines Elefanten zu wühlen, lohnt sich ... ... wenn man einen solchen Fund zutage fördert.

c Ein Pillendreher der Gattung Scarabaeus ist emsig dabei, für seine Brut ein Stück vom Kuchen beiseite zu schaffen.

   

d Sollte etwas vom Dung an den Händen kleben, kann man sie hier säubern, in einem so wundervollem Ambiente wie dem in Reillys Rock Hilltop Lodge (Mlilwane Wildlife Sanctuary im Königreich Swaziland). Auch Prinz Bernhard der Niederlande hat hier schon geduscht.  


a Am Abend die Gala der Buschbabys, auch Galagos genannt. Eine Banane genügt, um sie von der Freundlichkeit der Menschen zu überzeugen. Die Buschbabys gehören zu den Feuchtnasenaffen, bisher "Halbaffen" genannt. Die mit Abstand meisten "Halbaffen"-Arten leben auf Madagaskar.

b Der Nyala galt lange Zeit als sehr bedroht, umfangreiche Schutzmaßnahmen haben diese Antilopenart gerettet.

c Der Große Kudu, eine Kombination aus Kraft und Schönheit. Die Streifen sind regenfest.

   

d Die Tüpfelhyäne zeigt wenig Neigung, sich auf des Kudus Hörner spießen zu lassen.  


a Die Arabische Gummi-Akazie (Acacia nilotica) ist eine der charakteristischsten Buschbzw. Baumarten der Savanne.

b Ebenso Dichrostachys cinerea. Die Pflanze wird gern "Bell Mimosa" genannt, wiewohl sie anders als die Akazien nicht zur Familie der Mimosen gehört, sondern zu der der Schmetterlingsblüter.

c Der Klippschliefer sieht äußerlich zwar einem Murmeltier ähnlich, ist aber kein Nagetier, sondern steht verwandtschaftlich eher den Elefanten und den Seekühen (!) nahe. Possierliches Tierchen, das die Nähe zum Menschen nicht scheut.

   

d Und wen haben wir denn da? 

 

a So ungefähr muss es im Garten Eden zugegangen sein.

b Ein Buntbock (Damaliscus pygargus pygargus) im Mlilwane Wildlife Sanctuary. Er gilt mehr noch als die Unterart Blessbock (D. p. phillipsi) als hochgradig gefährdet. Bereits 1931 wurde eigens zum Schutze der letzten 30 frei lebenden Tiere nahe der Stadt Swellendam der BontebokNationalpark gegründet.

c Wasserböcke. Ihr Hinterteil ist durch einen neckischen weißen Kreis eingefasst.

   

d Der Hammerkopf (Scopus umbretta) ist in Afrika weitverbreitet. Verwandtschaftlich steht er zwischen Störchen, dem Schuhschnabel und den Reihern, in diesem Falle hier physisch neben der in Afrika ebenfalls weit verbreiteten Rotschnabelente (Anas erythrorhyncha).  


a Eine Raubwanze, die mit ihrem Saugrüssel böse stechen kann.

b Und was ist das? Wie sich herausstellte: die Uzara (Xysmalobium undulatum) mit ihren eigenartigen Balgfrüchten. Die Pflanze wird in der Volksmedizin Südafrikas zur Behandlung von Darmerkrankungen und Menstruationsstörungen eingesetzt, auch gegen Kopfschmerz und Erkältung.

c Der Gleitaar (Elanus caeruleus) wirkt mit seiner ausdrucksvollen Augenzeichnung romantisch verklärt. Er ist in Afrika verbreitet und kommt auch in Südeuropa vor. Zum Verwechseln ähnliche Arten gibt es in Nord- und Südamerika und in Australien.

   

d Häufig und zugleich sehr auffällig, die Dominikanerwitwe (Vidua macroura). Das Weibchen gleicht in seiner erbarmenswürdigen Schlichtheit einem Sperling, muss es aber irgendwie in sich haben, wenn die Männer einen derartigen Kostümaufwand betreiben.  

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