Gerald Wolf
                                                                                                                                                 ***     Sapere aude!   ***                                                                                                                                                                                           Schlimm ist es um die Demokratie bestellt, wenn                                                           "politische Korrektheit" und Duckmäusertum                                                                                    das Sagen haben.
 
 

Russland hat sich gewandelt. Nicht nur, dass es die Sowjetmacht verloren hat, es ist sympathischer geworden. Die Leute hier freuen sich über die zahllosen Fortschritte, die sie seit Gorbatschows Perestroika gemacht haben. Sle legen mehr Wert auf ihr Äußeres, nehmen seltener die Flasche zur Hand, und wenn sie überhaupt noch rauchen, keine Papyrossi mehr. Die Läden haben größtenteils westlichen Standard. Alles ist zwar teuer, aber wer sich anstrengt, kann es kaufen. Und Anstrengung heißt: Raus aus dem früheren Trott, der das Land an den Abgrund geführt hatte! 

 

a Sankt Petersburg, NewskiProspek, wie Phoenix einst aus der Asche. Aber es gibt sie noch, die desperaten Plattenwohnbausiedlungen anderswo in der Stadt und sonstwo im Lande.

b Peter-und-Paul-Festung: Das Volk huldigt heute lieber der ermordeten Zarenfamilie als derem Mörder, dem großen Lenin.

c Die Kasaner Kathedrale am Newski-Prospekt ähnelt dem Petersdom. Ironie der Geschichte: Die Kirche, zu Sowjetzeiten Museum für Religionsgeschichte und Atheismus, steht nun wieder Gottesdiensten zur Verfügung.   

d Weiterflug nach Irkutsk. Und dort fängt er an, der Baikal-See, die Perle Sibiriens mit all ihren Superlativen.


a Aus den Wiesen des Baikalgebietes ragt leuchtend der Rittersporn (Delphinium spec.) heraus.

b Der Weg zur Höhle hoch am Berg war ein bisschen anstrengend.

c Danach Liebliches: Almenartige Wiesen, obwohl gerade mal um die 500 m hoch gelegen.   

d Und auch genauso blumig. Die Pfanzenarten ähneln denen der Alpen oft ein und dieselbe Gattung, doch ein anderer Spezies-Name.  


a Ein Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), ähnlich dem europäischen Maivogel. Er labt sich an Thymianblüten.

b Eine Langfühlerschrecke ähnlich unserer Steppen-Beißschrecke. Ist es Platycleis montana?

c In Anbetung der Natur.

 d Die Banja (ähnlich der finnischen Sauna) hat dann doch für reinliche Knie gesorgt, angeordnet von Tamara, unserer begabten Baikal-Führerin


a Hier geht's noch bäuerlich russisch zu. Und die Tiere preisen sich glücklich sie haben Freigang.

b Eine beeindruckend schöne Lilie. In der Baikalregion ist sie häufig zu sehen, ihren Namen aber behält sie für sich. Oder kennt ihn jemand?

c Uferlose Weite.   

d Eine der zahllosen Bläulingsarten. Dieser hier mag Astern. 



a Sieht aus wie der europäische HochalpenApollo (Parnassius phoebus), ist aber vermutlich die verwandte Art Parnassius nomio. Verkostet das Strandnelkengewächs Goniolimon speciosum.

b Das Meerträubel (Ephedra spec., evtl. monosperma?) enthält u. a. Ephedrin, das Ausgangsstoff für die Synthese amphetaminähnlicher Suchtmittel ist.

c Inmitten der Insel Olchon wird man an die nahe gelegene mongolische Steppenlandschaft erinnert. Ein Ziesel (Langschwänziges Ziesel, Citellus evermanni ?) glaubt, vor der Kamera sicher zu sein.   

d Der osteuropäisch-asiatisch verbreitete Schwarze Germer (Veratrum nigrum).


a Am Schamanenfelsen auf der Insel Olchon wird mit dem Buddhismus geliebäugelt.

b Ein Edelweiß, vermutlich Leontopodium campestre, das Feld-Edelweiß. Eine Massenpflanze, die in Europa nicht vorkommt. Anders wäre um ihre Symbolkraft zu fürchten. Dort jedenfalls hängt das Edelweiß den Kühen zum Halse raus.

c Gleich gibt's Abendessen. Ulrich, Dieter und Andreas warten darauf, dass andere sich kümmern.

d Auch Hella und Franz harren in der Wartegemeinschaft.  


a Es brenzelt noch.

b Am Morgen danach: Wo war denn hier gleich mal noch die Toilette?

c Von Irkutsk drei Tage und Nächte gen Ost. Nicht im Nobel-Transib, sondern im Volks-Wagon. Drei Tage Sylt ist schlimmer.

   

d Viel Raum, kaum Volk.

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