****       Sapere aude!         ****        
                 
Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! – forderte der Philosoph Immanuel Kant vor mehr als 200 Jahren. Er hatte etwas viel von uns verlangt, aber ein wenig sollten wir   ihm schon entgegenkommen. Jeder auf seine Weise. Hier die meine.
____________________________________________________________________________________________________________________________________________

Die Frauen Senegals: Bunte, dennoch geschmackvolle Kleider, Perücken, Hüte, anmutig aufrechte Haltung, freundlich sind sie, immer zu einem Lächeln aufgelegt. Zerrissene Jeans, Turnschuhe oder Piercing sind hier tabu. Gleichsam ein Kontrastprogramm zur hochmodernen Frau hierzulande.


Auch die meisten Vögel sind hübsch aufgehübscht. 

a Grau zwar, aber von einem sehr anmutigen Wesen: der Senegal-Triel (Burhinius senegalensis). Herrlich in Farbe und Gestalt: die Opalracke (Coracias cyanogaster). Von der kontrastreichen Art: der Senegalesische Spornkuckuck (Centropus senegalensis). 

b Wie die verwandte Opalracke höchst augenfällig : die Senegalracke (Coracias abbysinicus). Während die erstere Art die Nähe von Gewässern bevorzugt, hält es diese mit den Savannen und Trockenwäldern.

c  Das Kap- oder Maskentäubchen (Oena capensis) ist in Trockengebieten über ganz Afrika bis hin nach Madagaskar verbreitet. In Afrika ebenfalls weit verbreitet ist die Guineataube (Columba guinea).

d Der Senegalamaranth (Lagonosticta senegala) wird bei uns als Käfigvogel geschätzt, hier fliegt er kostenfrei herum.

e Ein Nektarvogel (Cinnyris pulchellus; im Englischen "Beautyful Sunbird" genannt). Im konkreten Fall weniger beautyful, eher recht zerzaust, womöglich vom Brutgeschäft herrührend.

f An den Boden angepasst und sich ihm andrückend, so dass man den Vogel erst bemerkt, wenn er mit eulenhaft leichtem Flügelschlag davonhuscht: die Langschwanz- oder Schleppen-Nachtschwalbe (L.-Ziegenmelker, Caprimulgus climacurus). Im gesamten tropischen Afrika verbreitet.



Hochbetrieb bei der Anlandung von Fischen. Mit Abfällen wird auch hier nicht zimperlich umgegangen. Per Bild leider nicht zu vermitteln: Der Geruch, der über dieser Gegend lastet, entspricht in etwa dem von Heringen, die ein paar Tage in der Sonne gelegen haben.


So karg, wie die Savannen und Trockenwälder während der Trockenzeit wirken, so lebhaft geht es dort zu, wo es Wasser gibt. Zum Beispiel in dem Vogelschutzgebiet des Nationalparks Djoudji (nördlich von St. Louis) oder in und an Wasserlöchern und Seen des Nationalparks Niokolo-Koba im äußersten Osten des Landes.

a Wahre Massen von Rosapelikanen (Pelicanus onocrotalus) im Djoudji-Nationalpark. Dahinter Scharen von Witwenpfeifgänsen (Dendrocygna viduata). Letztere kommen im tropischen Afrika wie auch im tropischen Amerika vor.

b Egretta gularis, der Küstenreiher, in seiner schwarzen Form. Daneben gibt es eine weiße, die leicht mit unserem Seidenreiher zu verwechseln ist.

c Über allem wacht der Schreiseeadler (Haliaeethus vocifer). Gesamtes Afrika südlich der Sahara.

d Dasselbe Verbreitungsgebiet, aber nicht gerade wachend, eher schlafend: der Nilwaran (Varanus niloticus). 

e Mit demselben Verbreitungsgebiet der Nimmersatt (Mycteria ibis), hier an den Seen von Niokolo-Koba. In enger Nachbarschaft (ziemlich eng!) ein Nilkrokodil.

f Beobachtung der besonderen Art: eine verdammt giftige Kobra. Entweder die Schwarzweiße Hutschlange (Naja melanoleuca; ebenfalls im gesamten tropischen Afrika verbreitet), oder die Senegal-Kobra (Naja senegalensis zu finden. Oder besser nicht! 


a, b Zweimal Eisvogel. Der eine in Schwarzweiß (Graufischer, Ceryle rudis), der andere in leuchtender Farbe (Zügelliest, Halcyon malimbica). Beide geduldig wartend.

c Zweimal Kiebitz. Dominierend schwarz und weiß: der Spornkiebitz (Vanellus spinosus). Der andere mit ein bisschen Farbe im Gesicht (Vanellus senegallus). Ihre Verbreitungsgebiete überlappen sich im Senegal. Während der Spornkiebitz auch weiter nördlich vorkommt, bis hin zur Türkei, ist der andere im gesamten südlichen Afrika zuhause.


Mangroven finden sich an vielen Stellen der Küste. Hier bei Somone, südlich von Dakar.

a Eingeblendet in herrlichem Bunt, der Malachit-Eisvogel (Alcedo cristata).

b Grau in Grau, der Regenbrachvogel (Numenius phaeopus). Er sollte sich beeilen, denn der April ist angebrochen, und sein Brutgebiet liegt hoch oben im Norden, in den Tundren von Alaska bis hin nach Sibirien.

c Winkerkrabben kommen an den Stränden und im Schlick der Mangrovenwälder in allen wärmeren Gebieten der Erde vor. Hier Uca tangeri, eine Art, deren Verbreitungsgebiet von Portugal bis nach Angola reicht. Eingeblendet zwei Käfer der Famile Cicindelidae (Sandlaufkäfer), die zwischen den Winkerkrabben herumflitzten.



a Ringkampf ist im Senegal Volkssport.

b Die bildende Kunst hingegen scheint eher an die Touristen adressiert.

c Die nördlich, östlich und südlich des Senegals wichtigste Frage: Wie hältst du es mit der Religion? Der Senegal hält es mit dem Islam. 90 Prozent sind Moslems, der Rest Christen und Animisten. Doch (noch?) gibt es damit keine sonderlichen Probleme, denn: Die Religionen haben im Senegal Politikverbot, Religion ist Privatsache. Androhung religiös motivierter Gewalt wird, so war hier zu hören, konsequent mit Gefängnis bestraft.

d, e Man weiß, wie es draußen aussieht. In Deutschland zum Beispiel. Besser natürlich, besser als zuhause. Besser?


Wer afrikatypische Großsäuger erwartet, wird enttäuscht. Im Senegal wurden sie durch fleißige Jäger größtenteils ausgerottet. Löwen und Giraffen sind aus anderen Ländern in einige der großen Nationalparks wieder eingeführt worden. Sie dort zu beobachten, ist von eher zweifelhaftem Reiz.

a Der Kob (Kobus kob), eine afrikanische Antilopenart aus der Familie der Wasserböcke, die über verschiedene Unterarten in einem schmalen Band südlich der Sahara vom Senegal bis nach Uganda verbreitet ist.

b Die Gambia-Manguste (Mangus gambianus). Sie vertritt hier die Säugerfamlie der Mangusten, zu der die Mungos und die Erdmännchen gehören.

c Ein Nil-Flusspferd im Niokolo-Koba-Nationalpark.

d Grüne Meerkatzen sind öfters mal zu sehen. Regelmäßig tummeln sie sich, auf Leckerbissen wartend, in den Touristen-Unterkünften.

e Nur gelegentlich sind Paviane (Papio papio) zu sehen. Im Senegal eine rötlichbraune Unterart.

f Weit häufiger hingegen sind Warzenschweine. Sogar an Raststätten zu beobachten, wo sie sich der Abfälle bedienen.


Im gelblichen Schein des Saharastaubs geht die Sonne unter. Senegal, das war's für uns!

 
 
 
 
Gerald, Wolf, Magdeburg, Gehirn, brain, Philosophie, Geist, Seele, soul, Gott, god, Bild, Foto, picture, image, Neurotheologie, neurotheology, Hirnforschung, Roman, novel, "Der HirnGott","Glaube mir, mich gibt es nicht", "Das Liebespulver", Magdeburg, humanities, Geisteswissenschaften, neurophilosophy, Neurophilosophie, mind, body, Hirn, nitric, Stickoxid, Wissenschaftsroman, Hirngott, Theologie, Neurotheologie, Gehirn, Gott, Reisen, Welt, Tiere, Pflanzen, Bilder, pictures, plants, animals, travelling