****       Sapere aude!         ****        
                 
Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! – forderte der Philosoph Immanuel Kant vor mehr als 200 Jahren. Er hatte etwas viel von uns verlangt, aber  ein wenig  sollten  wir   ihm schon  entgegenkommen. Jeder auf seine Weise. Hier die meine.
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Eine Insel vulkanischen Ursprungs, seit wenigen Millionen Jahren aus tausenden Metern Tiefe vom Meeresgrund emporragend. Die Insel ist klein genug, um per Auto in einigen Tagen durchmessen werden zu können, und groß genug, um landschaftliche, floristische und faunistische Vielfalt zu bieten. Touristen gibt es, aber keinen Massentourismus. Die fängisch gemeinte Bezeichnung "Blumeninsel" wird Naturinteressierte skeptisch stimmen, und tatsächlich gibt es überall aus aller Damen und Herren Länder " Blumen". Aber mit etwa 800 Arten finden sich auch genug Plfanzen, die hier ihre Heimat haben. Etwa ein Drittel davon ist endemisch.  


a Aufgepasst, sonst rechnet die Leihfirma später die Beulen und Kratzer unsereinem an!

b Inselhauptstadt Funchal: Kartenspieler und ein Schwarm Kiebitze.

c Dörfliche Idylle auf der Nordseite der Insel.   

d Blick auf Porto Moniz an der Nordwestecke Madeiras.


a In den Höhenlagen regnet es öfter, überall steile Wände also gibt es auch Wasserfälle.

b Lorbeerwald. So hatte Madeira einst ausgesehen, bevor sich der Mensch hier breitmachte.

c Die Lorbeerwälder setzen sich aus verschiedenen immergrünen Hartlaubgewächsen zusammen, durchaus nicht nur aus solchen der Familie Lauraceae.   

d Sollen das etwa Buchfinken sein? Sie sind es, und zwar solche der nur auf Madeira heimischen Unterart Fringilla coelebs maderensis. Dazu die Bartflechte (Usnea barbata), die überall, wo es feucht genug ist, von den Bäumen und Sträuchern hängt.

  

a Ein aufwändiges System an Kanälen (Lavadas), die sich über mehr als 1000 Kilometer erstrecken, sorgt für eine sinnvolle Verteilung des Wassers.

b Australien ist das Ursprungsland der Eukalyptusbäume. Hässlicher sind nur noch unsere Haine aus Jungpappeln.

c Steil und feucht: die Küste der Nordseite.   

d Sukkulenten in Massen. Auffällig die tellerartigen Rosetten der Aeonien. 

 

a Überall häufig: Aeonium glandulosum.

b Das ist nun mal so: Je höher, umso tiefer geht es nach unten. Hier bei 1800 Metern.

c Der Madeira-Levkoj (Matthiola maderensis), ein Endemit am Ostkap São Lourenço.   

d Ein Hingucker: der Prächtige Natternkopf (Echium nervosum), das Flaggschiff Madeiras. Ebenfalls ein Endemit. 

 

a Lotus glaucus, der Graugrüne Hornklee, ist für Madeira und die Kanarischen Inseln endemisch.

b Ebenfalls endemisch. Fiel uns beim Vorübergehen geruchlich auf. Als ob sich die Inselmenschen an dieser Stelle zusammentäten, um hier ihre (kleine) Notdurft zu verrichteten: Helichrysum melaleucum, die Stinkstrohblume.

c Schottisches Hochland auf Madeira. Könnte man denken. Grund ist der irgendwann einmal eingeführte oder eingeschleppte Stechginster (Ulex europaeus).   

d Ein anderes Beispiel für eingeschleppte und dann regellos verbreitete "Blumen": die Calla (Zantedeschia aethiopica). Sie brennt auf der Zunge und wird daher vom Weidevieh strikt gemieden. 


a Klein, leider nicht mein.

b Alles andere als endemisch: Strelitzia regina, die Paradiesvogelblume, ein Gruß aus Südafrika. Überall in den Vorgärten der "Blumeninsel" zu sehen. Übrigens: Zu Ehren der britischen Königin Charlotte (Gemahlin Königs Georg III.) benannt, einer geborenen Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz.

c Eine Schlange? Die gibt's auf Madeira nicht. Nein, eine der hier heimischen acht Eidechsenarten. Nirgendwo sonst haben wir so oft und so viele Eidechsen gesehen. Sie werden für die Insektenarmut der Insel verantwortlich gemacht. Einige Arten sind wegen des chronischen Nahrungsmangels nun schon zu Pflanzenfressern geworden.

d Die Madeira-Mauereidechse Teira dugesii. Vor Millionen Jahren wurde sie als marokkanische Brilleneidechse (Scelarcis oder Teira perspicillata) per Strandgut vermutlich auf die Insel verdriftet und ist, isoliert seitdem, zu einer endemischen Art geworden.   


a Espada, der Schwarze Degenfisch (Aphanopus carbo). Er wird nächtens mit Langleinen aus mehreren hundert Metern Tiefe an die Oberfläche geholt und kommt dann als Leckerbissen über den Fischmarkt von Funchal auf die Teller der Hotels.

b Der Skorpionsfisch (Großer Roter Drachenkopf, Scorpaena scrofa) mit seinen bösen Giftstacheln bevorzugt hingegen die lichtdurchfluteten Flachgründe, die die Insel umgeben. Schön zu sehen im Aquarium von Porto Moniz.

c Empfehlenswert: Whale Watching auf einem der Katamarane.   

d Allerdings war außer dem Großen Tümmler (Tursiops truncatus, der "Flipper") an Wal-Artigen nichts zu sehen.  

 
 
 
 
Gerald, Wolf, Magdeburg, Gehirn, brain, Philosophie, Geist, Seele, soul, Gott, god, Bild, Foto, picture, image, Neurotheologie, neurotheology, Hirnforschung, Roman, novel, "Der HirnGott","Glaube mir, mich gibt es nicht", "Das Liebespulver", Magdeburg, humanities, Geisteswissenschaften, neurophilosophy, Neurophilosophie, mind, body, Hirn, nitric, Stickoxid, Wissenschaftsroman, Hirngott, Theologie, Neurotheologie, Gehirn, Gott, Reisen, Welt, Tiere, Pflanzen, Bilder, pictures, plants, animals, travelling